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Öland

Die schwedische Sonneninsel in der Ostsee

Eine der vielen 
für Öland typischen Windmühlen

Öland ist die zweitgrößte schwedische Insel (nur Gotland ist größer). Verschiedene Attribute (Sonneninsel, Blumeninsel, Ferienparadies, "schwedische Riviera") werden mit Öland in Verbindung gebracht. Die Insel liegt langgestreckt (Länge rd. 137 km, max. Breite 16 km) vor der Ostküste Schwedens, mit dem Festland über eine der längsten europäischen Brücken (ca. 7 km lang) verbunden. Es ist immer wieder faszinierend, die Brücke mit dem Wohnmobil oder PKW zu überqueren.

Öland ist das Ferienparadies der Schweden. Kilometerlange, weiße Sandstrände, belebt oder auch einsam, wie man es gerne haben mag. Im Sommer herrscht hier - für nordische Verhältnisse - Hochbetrieb. Aber seitwärts der Hauptstrände verlaufen sich die Menschenmassen sehr schnell, so dass es ein leichtes ist, auch im Hochsommer noch eine recht einsame Stelle, an der man ungestört ist, zu finden.

Die von uns bisher besuchten Campingplätze auf Öland lagen alle an der See. Die meisten davon an der Westküste, einige wenige auch an der Ostküste. Einige einsame und freie Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auch, doch die sind - besonders in der Hochsaison - nur schwer zu finden - besonders an den Küsten. Leichter findet man Plätze im Inneren der Insel.

Innenstadt Borgholm
Interessant ist als Sommerfrische besonders die Stadt Borgholm. Ein kleiner, aber feiner Touristenort. Am Yachthafen läßt es sich schön träumen - von Weltumsegelungen und mehr. Hier ist auch am Abend noch was los. Open Air Cafés, Restaurants und Kneipen vertreiben einem die Langeweile. Im Hafen liegt ein alter Dampfer, der zur Kneipe umgebaut ist. Es ist herrlich, sich dort hinzusetzen und die vorbeiziehenden Menschen bei einem Glas "Öl" (=Bier) zu beobachten. Auch der Sonnenuntergang läßt sich an dieser Stelle herrlich genießen.

Impressionen der Ruine "Schloss Borgholm"
   


In der Nähe von Borgholm befindet sich Solliden, die Sommerresidenz der schwedischen Königsfamilie. Die Anlage ist gut zu Fuß zu erreichen. Neben dem Residenzschloß liegt ein schöner Park, an mehreren Stunden für die Öffentlichkeit geöffnet. Vielleicht könnt Ihr hier auch einen Blick auf Sylvia und Co. werfen. Uns ist es bisher nicht gelungen.

Ebenfalls in der Nähe befindet sich auch die Schloßruine Borgholm aus dem 16. Jahrhundert, die durch ein Feuer im Jahre 1806 zerstört wurde. Eine mächtige Anlage, die zu Besichtigung einlädt und in der im Sommer auch verschiedene Veranstaltungen (z.B. Konzerte) stattfinden. Von der Ruine aus hat man eine gute Aussicht auf die Umgebung. Vom sich vor der Ruine befindlichen Flugplatz werden im Sommer Rundflüge über die Insel angeboten. Vielleicht läßt der Pilot einen auch mal selbst ans Ruder.

Öland bietet eine einzigartige Flora und Fauna, im Süden besonders die Stora Alvaret, eine baumlose, steppenartige Kalkheide. Viele seltene Pflanzen und Tiere, Orchideen- und Vogelliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Durch Querstraßen läßt sich die Stora Alvaret auch mit dem Fahrrad gut erfahren. Eine Tour führte uns von der Westküste der Insel bis zur Ostküste nach Kapelludden mit der Ruine der St. Birgitta-Kapelle. Der Platz ist auch ein Geheimtip zum Baden. Es geht hier recht flach mit einer kleinen Bucht in die Ostsee.

Sonnenuntergang auf Öland
Interessant im Süden ist Eketorp, eine historische Fluchtburg, die zum Teil rekonstruiert wurde. Eine Festungsanlage aus dem 5. Jahrhundert. Museum und Führungen führen in das damalige Leben ein. Man kann Eketorp auch selbst erkunden. zwischen den Häusern laufen, wie es damals üblich war, die Haustiere bzw. gezähmten "wilden" Tiere (Schafe, Hühner, Ziegen u. ä.) frei herum. Insofern nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder ein interessanter Ort mit "lebendiger" Geschichte.

Öland bietet auch sonst noch viele Möglichkeiten. Sehr schön sind Radtouren quer über die Insel oder auch an der Küste entlang. Die Landschaft läßt sich so viel mehr genießen als mit dem Auto. Da hier auch nicht viel Verkehr herrscht, ist das Fahren auch angenehm.

Beinahe hätten wir's vergessen: die Windmühlen. Von den vielen Windmühlen, die besonders der Wasserförderung dienten, existieren auf der Insel noch einige. Wenn man Glück hat, ist eine offen, so daß man auch einmal hineinschauen kann. Je nach Wetter, Jahreszeit und Sonnenstand ergeben sich herrliche Fotomotive.