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2003 - Schweden: Gotland und Småland

Seit vielen Jahren planten wir einen Besuch der schwedischen Insel Gotland. In diesem Jahr sollten unsere Planungen nun endlich in die Tat umgesetzt werden. Im Vorfeld haben wir bereits viel über Gotland gelesen. Aber Gotland live zu erleben, ist doch etwas ganz anderes. Da wir das Glück hatten, unseren Urlaub über die erste Augustwoche zu bekommen, konnten wir auch die weithin bekannte Mittelalterwoche (Medeltidsveckan), während der sich Visby in eine mittelalterliche Stadt verwandelt, miterleben.

Gleichzeitig sollte diese Tour nach 13 Jahren auch die Abschiedstour für unser erstes Reisemobil "Bürstner A5700" werden, da wir im Herbst ein neues Fahrzeug erhalten sollten. Insofern hatte die Tour auch von dieser Seite etwas Besonderes an sich.

Aber bevor wir noch mehr im Vorfeld verraten, lest lieber unseren Reisebericht:

29. Juli 2003 - Von Aurich nach Växjö

An Bord der Schleswig-Holstein
Nachdem wir in den letzten vergangenen Tagen unser Reisemobil urlaubsfertig gepackt haben, können wir heute früh auf unsere schon seit langem ersehnte Gotland-Tour starten. Diese Tour sollte auch gleichzeitig die letzte große Tour mit unserem 13 Jahre altem, ersten Wohnmobil werden, so dass es aus unserer Sicht ein ganz besonderer Urlaub werden sollte. Am frühen Morgen starten wir in Richtung Puttgarden auf Fehnmarn, um von dort mit der Scandlines-Vogelflug Linie nach Rødbyhavn zu übersetzen. Da wir bisher noch noch über die Öresundbrücke gefahren sind, beschließen wir, in diesem Urlaub zum ersten Mal die neue Verbindung von Kopenhagen nach Malmö über eine Tunnel-Brückenkombination zu wählen.
Die Öresundbrücke
In Höhe des Kopenhagener Flughafen geht es zunächst in einen Tunnel, der auf halber Strecke in einer künstlichen wieder ans Tageslicht führt. Von dort geht es dann über eine imposante 2-stöckige Brückenkombination (die Autos fahren "oben", die Züge "unten") weiter über den Öresund nach Malmö. Am Ende der Brücke steht dann die Mautstation, wo auch wir unseren Obulus entrichten mussten. Leider bot sich auf der Strecke keine Möglichkeit, das Bauwerk auch einmal zu bewundern, da es keine entsprechenden Haltestellen gab. Insgesamt fanden wir die Fahrt allerdings nur wenig spektakulär, ob wir viel an Zeit damit gespart haben, bleibt offen. An dem heutigen Tag schaffen wir es noch bis nach Växjö, wo wir auf dem Campingplatz "Kronoberg" am Helgasjön übernachten.

30. Juli 2003 - Växjo-Visby/Gotland

Unsere Fähre nach Gotland
Unsere Fähre nach Gotland
In der Nacht wurde das Wetter "leider" schlechter. Am Morgen wachen wir bei strömendem Regen auf. Aus diesem Grunde brechen wir bereits in aller Frühe auf und erreichen am Vormittag Oskarshamn, von wo aus wir mit der Fähre nach Gotland übersetzen. Wir haben Glück, die Fähre ist nicht ausgebucht, und so bekommen wir noch einen Platz auf der "Visby", einer modernen Fähre, die uns in nur 3 ¼ Stunden nach Gotland bringt. Die Fahrt geht an einigen Schäreninseln sowie an der Insel Öland vorbei.

Das schlechte Wetter bleibt auf dem Festland zurück, und wir erreichen bei herrlichstem Hochsommerwetter Visby, die Hauptstadt Gotlands. Da wir uns noch für die nächsten Tage bevorraten wollen, suchen wir kurz den nächstbesten Supermarkt auf (irgendwie lieben wir die schwedischen Supermärkte ;-) ). Anschließend fahren wir noch etwa fünf Kilometer nordwärts und finden dann auf dem Campingplatz "Snäck Camping" einen Stellplatz direkt am Strand, und so können wir unseren ersten Tag auf Gotland bei einem herrlichen Sonnenuntergang ausklingen lassen.

31. Juli 2003 - Visby

Buntes Treiben im Zentrum von Visby

Ruine der St. Hans und St. Per-Kirche in Visby
Stadtmauer von Visby
Nun ist erst einmal die Erkundung von Visby, der Hauptstadt Gotlands, angesagt. Von unserem Campingplatz aus fahren wir am Strand entlang mit unseren Fahrrädern direkt ins Zentrum von Visby.

Am Park Almedalen stellen wir die Räder ab und gelangen von dort in die mit einer kräftigen Stadtmauer umgebene Altstadt Visbys. Schon auf den ersten Eindruck verspricht Visby uns gegenüber das zu halten, was die Reiseführer im Vorfeld versprochen haben - eine mittelalterliche, aber lebendige Stadt, eine Sommerfrische - vielleicht das "Palma" von Schweden. Überall stoßen wir auf historische Gebäude und Ruinen, die Straßen sind gefüllt mit Urlaubern, die vielen Cafés lassen einen denken, irgendwo im Süden Europas zu sein.

Wir verschaffen uns einen ersten Überblick, dann gönnen wir uns Kaffee und Kuchen in einer der vielen kleinen Cafés von Visby - unseres liegt inmitten einer alten Kirchenruine.

Aufgrund der überaus und auch unerwartet hohen Temperaturen halten wir uns aber nur kurz in der Stadt auf - die Anreise sitzt uns doch noch ein wenig in den Knochen.

Nach der Rückkehr auf unseren Campingplatz stürzen wir uns in das warme Wasser der Ostsee. Das Baden macht uns allen Spaß, unsere Tochter kaum aus dem Wasser zu bekommen, so angenehm warm ist das Wasser. Nach dem Baden stärken wir uns dann bei einem Barbecue für den nächsten Tag.

1. August 2003 - Visby

Markt in Visby

Snäck Camping nördlich von Visby
Eine verträumte Gasse
Heute setzen wir ausgeruht unsere Erkundung von Visby fort. Es gilt immer wieder unbekannte Gassen, Gebäude und/oder Aussichten zu erkunden. Auf dem Marktplatz findet sich ein mittelalterlicher Markt, an dem viele Waren verkauft werden, die eher noch unseren Eltern oder Großeltern als uns selbst bekannt sind. Und natürlich viele mittelalterlich gehaltene Kleidungsstücke sowie die entsprechenden Stoffe dazu.

Visby hat viele schöne und auch verträumte Ecken. Sobald man die "Hauptstraßen" verläßt, finden man zahlreiche schmale und verwinkelte, aber auch idyllische Gassen. Die im Reiseführer ausgesprochene Empfehlung, das Auto ausserhalb der Stadtmauern stehen zu lassen, können wir beim Beschreiten der Gassen nur allzugut nachvollziehen.

Nach der Besichtigung geht es wieder zurück auf unseren Campingplatz. Das Wasser ist herrlich warm, und so gehört das Baden genauso zum Programm wie die täglichen Besichtigungen.

2. August 2003 - Visby

Camping fast wie im Mittelalter
 
 
Camping auf "modern art"
Und noch mehr Zelte
Die Mittelalterwoche wirft ihre Schatten auf unserem Campingplatz voraus. Ein kleines Lager mit mittelalterlichen Zelten, Rittern und Knechten entsteht.

Dazwischen finden sich dann auch noch ein paar moderne Ritter mit ihren modernen Unterkünften. Das wir nun schon so mittendrin sind, hatten wir auch nicht erwartet.


Almedalen - vor den Toren Visby's
Sonnenuntergang in der Nähe von Visby
Mit dem Fahrrad geht es, wie die anderen Tage auch, wieder nach Visby. Wir umrunden die Stadtmauer von Visby, besuchen den Park Almedalen und touren auch einmal durch die "Neustadt" Visbys. Uns gefällt das, was wir sehen, sehr gut und so beschließen wir, noch ein paar Tage zu bleiben, zumal auch am Sonntag die sogenannte Mittelalterwoche (Medeltidsveckan) beginnt. Unsere Tochter kann es kaum erwarten, dass der Sonntag beginnt.

Natürlich kommt auch die Erholung nicht zu kurz. Baden, den Campingplatz erkunden, Minigolf, auch einfach mal faulenzen - bei dem Supersommerwetter macht einfach alles Spaß. Und am Abend genießen wir - wie soft in in diesem Urlaub - einen herrlichen Sonnenuntergang am Strand.

3. August 2003 - Visby /Mittelalterwoche

Heute beginnt die Mittelalterwoche. Offiziell wird sie mit einem deutsch-schwedischem Gottesdienst in der Domkirche St. Marien eingeleitet. Viele der Besucher sind bereits entsprechend gekleidet, und zu Beginn ziehen dann auch die Würdenträger in ihren Gewändern ein. Nach dem Gottesdienst versammeln sich dann die Beteiligten zu einem Umzug in Richtung Festplatz.

Festumzug zu Beginn der Mittelalterwoche
Bogenmacher
Artistische Jugendgruppe

Dort ist in den vergangenen Tagen ein umfangreiches mittelalterliches Lager entstanden. Artistische und musikalische Aufführungen, Vorführung der Herstellung von historischen Waffen, Kunst und Geschmeide, Verkaufsstände und auch Stände für das leibliche Wohl - wir wissen gar nicht, wohin wir uns zuerst wenden sollen.

Beeindruckend waren die Kunststücke einer großen Gruppe, die vor allem aus Schülern und einigen älteren Jugendlichen bestand. Hier wurden menschliche Pyramiden gebaut, geturnt und jongliert. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Es gibt überall etwas zu sehen, und vieles läuft auch recht spontan.

Sehr angenehm aus unserer Sicht ist auch, dass für das ganze Spektakel (bis auf einige größere Veranstaltungen) kein Eintritt erhoben wird, viele der Künstler machen das ganze aus Spaß. Und man merkt es den Leuten an.

4. August 2003 - Visby / Mittelalterwoche

Barden auf dem Festplatz
Impressionen vom Ritterturnier
Das mittelalterliche Treiben in Visby geht weiter. Immer wieder gibt es Neues zu sehen, und unsere Tochter ist fast nicht mehr aus den Kostümen zum Anprobieren herauszubekommen, am liebsten hätte sie selbst eines gekauft. Am Nachmittag sehen wir einen großen Umzug von Mönchen, gefolgt von einer großen Schar von Neugierigen. Die Mönche suchen einen Platz vor den Stadttoren Visbys auf, das Publikum stellt oder setzt sich auf die umgebenden Hügel. Auf einmal beginnen die Mönche mit allerlei akrobatischen Verrenkungen, anschließend kommt noch ein Ball ins Spiel, dem die Mönche nachlaufen. Was war das? Am nächsten Tag erfahren wir die Lösung: es gab ein Fußballmatch zwischen zwei verschiedenen Orden. Wie es ausgegangen ist, haben wir allerdings nicht mitbekommen.

Am Abend stand dann der nächste Höhepunkt auf dem Programm: wir besuchen ein mittelalterliches Ritterturnier. Vor dem Turnierplatz ist ein großer Markt aufgebaut, an dem es neben Essen und Getränken auch diverse andere Dinge über Kunsthandwerk bis hin zu Waffen oder Kostümen gab. Endlich soll das Turnier losgehen, wir suchen unseren Platz auf einer der großen Tribünen auf. Obwohl nur schwedisch gesprochen wird, können wir vieles von dem Gesagten aufgrund der Gestik der Herolde, die das Publikum anfeuern, verstehen. Dann kommen die Ritter auf ihren Streitrössern hereingeritten und werden vorgestellt. Natürlich darf auch ein Schalk nicht fehlen. Das Turnier nimmt seinen Lauf, wir haben viel Spaß beim zusehen und bereuen unseren Besuch nicht. Spät am Abend geht es dann (bei einbrechender Dunkelheit) wieder zum Campingplatz zurück.

5. August 2003 - Visby-Lickershamn-Bläse-Fårö

Raukar "Jungfrun" bei Lickershamn

Lorenbahn beim Kalkbruch Bläse



Ehemaliger Kalkbruch bei Bläse



Fähre nach Fårö
Nach 5 Tagen in Visby geht es heute weiter in den Norden der Insel. Nach einer guten Stunde erreichen wir Lickershamn. Hier findet sich nach einem kleinen Spaziergang entlang der See der mit rd. 22 m Höhe größte Raukar Schwedens, genannt "Jungfrun". Raukare sind durch Erosion und Wettereinflüsse entstandene, tlw. über 10 m hohe Kalksteinsäulen, die zumeist an der Küste, manchmal aber auch schon im Landesinnern zu finden sind. Wir schauen uns den Felsen umfassend an. Anschließend geht es oben an der Steilküste wieder zurück zum Hafen, wo unser Spaziergang begann. Da es uns gut gefällt, legen wir hier auch gleich unsere Mittagspause ein.

Nach dem Mittagessen fahren wir weiter. Ziel ist die Insel Fårö im Norden von Gotland. Über Kappelshamn kommen wir nach Bläse, wo ein ehemaliger Kalksteinbruch befindet. Heute ist dort ein Museum eingerichtet, das "Bläse Kalkbruksmuseum". Hier informieren wir uns über einen der Hauptindustriezweige von Gotland, die Kalkindustrie. Viele von den alten Geräten, einschließlich Kalkbrennöfen, sind noch vorhanden.

Nach einer Pause in dem dortigen Café fuhren wir mit einer Lorenbahn, die früher Kalkstein transportierte, die Route bis zum einem der ehemaligen Steinbrüche. Der Steinbruch war zum Teil schon wieder renaturiert, so dass die sichtbaren Eingriffe des Menschen in der Natur langsam wieder unsichtbar wurden. Anschließend geht die urige Fahrt mit der Lorenbahn wieder zurück zum Museum.

Danach geht es weiter nach Fårösund. Mit einer der innerschwedischen gelben Fähren setzen wir zur Insel Fårö über. Dort finden wir bei Sudersand einen schönen Campingplatz und genießen den Rest des Tages bei schönstem Sommerwetter. Aufgrund der günstigen Lage haben wir es auch nicht weit bis zum Strand, wo wir uns dann im Wasser der Ostsee wieder erfrischen.

6. August 2003 - Fårö

Leuchtturm an der 
Nordostspitze von Fårö
Bucht auf Fårö
Nach einem gemütlichen Start in den Tag schwingen wir uns am späten Vormittag auf unsere Räder. Unsere Rundtour führt uns einmal um die Halbinsel Avanäs, auf der auch Sudersand liegt, herum. Zunächst geht es zur östlichen Spitze Fårös nach Holmudden, wo wir dann den dortigen Leuchtturm "Fårö fyr" aufsuchen. Nach einer kurzen Rast am Wasser führt uns unsere Tour über den nördlichen Teil der Avanäs' weiter nach Nordersand, einer Bucht mit wiederum langem Sandstrand. Eine ganze Zeit fahren wir an der dortigen Bucht entlang. Bei dem frischen Wind, der an dieser Seite herrschte, mussten wir uns doch mal etwas mehr in die Pedale treten. Über das Naturreservat "Ullahau", wo die früheren Sanddünen mit Kieferanpflanzungen gegen weiteres Verwehen geschützt werden, geht es zurück zu unserem Campingplatz, und von dort aus dann direkt zum Baden ins Meer.

Später am Abend schallt zu uns Live-Musik herüber. Da die Musik nicht von unserem Campingplatz kommt, aber sich doch reizvoll anhört, machen wir uns noch einmal mit den Rädern auf den Weg, um die Quelle zu finden. Ein kurzes Stück von unserem Campingplatz entfernt finden wir dann eine Gaststätte, bei der eine Musikgruppe spielt und wo sich viele Menschen zum Zuhören und Mittanzen versammelt haben. Wir hören ein wenig der Musik zu, während sich Kristina auf dem daneben befindlichen Spielplatz vergnügt. Auf dem Rückweg geraten wir noch in eine Polizeikontrolle, die vor allem die Radfahrer anhielten, die ohne Beleuchtung unterwegs waren. (Ja, auch das gibt es sogar auf Gotland!) Da unsere Räder alle sicherheitstechnisch mit Diodenstandlicht ausgerüstet sind, interessiert sich einer der Polizisten für die Technik, die ihm abscheinend noch nicht geläufig war. Wir erläutern ihm die Technik, und mit einem "Lob" ;-) geht es weiter nach Hause.

7. August 2003 - Fårö

Sudersand Strand
Sudersand Camping
Das Sommerwetter lockt uns wieder an den Strand. In dem warmen Ostseewasser macht das Baden viel Spaß. Zwischendurch faulenzen wir ein wenig am Strand und lassen uns die Sonne auf den Pelz scheinen. Viel Relaxen und Lesen, aber auch Spielen und Baden ist angesagt. Ein "freier" Tag muss eben auch mal sein.

8. August 2003 - Fårö - Langhammar - "Gamle Hamn" - Slite - Åminne

Raukar bei Langhammar
Raukar Formation "Hund"
Heute geht es mit dem Reisemobil weiter. Zunächst einmal steht die Besichtigung der am meisten bekannten Raukar-Ansammlung bei Langhammar auf dem Programm. Im Gegensatz zu Lickershamn finden sich hier am Strand viele verschiedene Raukare in allen möglichen bizarren Formen. Mit ein wenig Phantasie lassen sich in den verschiedenen Felsen viele Gestalten erkennen.

Nachdem wir uns umfassend umgesehen haben, fahren wir noch in das Naturschutzgebiet "Gamlehamn", wo wiederum ein freistehender großer Raukar zu finden ist. Aufgrund seiner Form wird dieser auch Hund oder auch Kaffepannan genannt. Hier finden sich ebenfalls noch Reste einer Kapelle aus dem Mittelalter, die S:t Olofs Kapell.

Mit der Fähre geht es dann über den Fårösund wieder zurück nach Gotland. Unser Weg führt uns über Slite, einer Industriestadt, die vor allem von der Kalkindustrie lebt, weiter nach Åminne auf den dortigen Campingplatz. Dieser Platz soll dann auch unsere Unterkunft für die letzten Tage auf Gotland werden. Da inzwischen auf Gotland die Nebensaison anfing, war es entsprechend ruhig. So hatten wir viel Platz, um uns auszubreiten und zu spielen.

9. August 2003 - Åminne

Abendstimmung am Strand
Nach den Touren und Anstrengungen des letzten Tage ruhten wir uns aus. Ein wenig spielen, Baden in der Ostsee und Relaxen war angesagt. Am Abend genossen wir dann bei auffrischendem Wind den Sonnenuntergang am Strand.

10. August 2003 - Åminne

Die Schiffssetzung "Tjelvars Grab" 
bei Åminne
Heute vormittag ist ein weiterhin Ausspannen angesagt. Wir haben ein wenig gelesen, gespielt oder auch faul in der Sonne gelegen. Am Mittag machen wir uns noch einmal mit dem Fahrrad auf den Weg zu einer Schiffssetzung "Tjelvars Grab" aus dem Bronzealter, die sich in der Nähe des Campingplatzes befindet. Der Sage nach soll soll hier Tjelvar, der Stammvater aller Gotländer, beigesetzt worden sein. Die Schiffssetzung gehört zu den mit am besten erhaltenen Gräber dieser Art, es handelt sich wohl um eines der größeren Gräber auf Gotland.
Am Nachmittag ging es noch einmal an den Strand. Auch dieser war, wie viele andere auf Gotland, sehr weitläufig. Da aber der Wind aber doch sehr frisch geworden ist, verzichten wir heute darauf, in der Ostsee zu baden.

11. August 2003 - Åminne

Kirche bei Gothem
Kirchenstuhl in Gothem
mit Holzmalereien
Wieder hatten wir sehr schönes, aber windiges Wetter. Für ein Bad in der Ostsee war es uns dann doch ein wenig zu frisch. Daher unternahmen wir eine weitere Tour mit unseren Rädern. Eines unserer Ziele war eine alte Kirche bei Gothem mit schönen Holzmalereien im Inneren. Anschließend ging es durch die schöne Landschaft wieder zurück zu unserem Campingplatz, auf dem wir uns dann noch richtig ausgetobt haben.

12. August 2003 - Åminne - Slite - Hovmantorp

Wie ein Haifischmaul schluckt 
die Fähre ein Wohnmobil
Heute ist die Rückfahrt auf das schwedische Festland angesagt. Damit wurde es Zeit unseren Campingplatz in Åminne zu verlassen. Über Slite ging es durch das Inland zurück nach Visby, wo wir gegen Mittag auf die Fähre fahren konnten. Bei strahlendem Wetter verließen wir Gotland und schauten noch lange Zeit zurück auf die Insel, bis sie langsam im Dunst entschwand. Die restliche Überfahrt genossen wir auf Deck bzw. in dem Aufenthaltsraum der Fähre. In Oskarshamn angekommen, ging es weiter in das schwedische Glasreich zum Campingplatz in Hovmantorp. Dort schlugen wir unser Quartier für die letzten Urlaubstage auf.

13. - 14. August 2003 - Hovmantorp

In der Glashütte Bergdala
stürmisches Badevergnügen
Da das Wetter weiterhin gut war, konnten wir auch heute eine Radtour unternehmen. Unser Ziel war die Glashütte in Bergdala, wo vor allem farbige Gläser und andere Sachen aus Glas hergestellt wurden. Wir konnten den Glasbläsern über die Schulter schauen. Im Shop fanden wir noch einige Mitbringsel für den restlichen Weg nach Hause.

Den Nachmittag genossen wir auf dem Campingplatz und an dem Strand des dortigen Badesees. Vor allem Kristina hatte viel Spaß, da sich noch zwei etwa gleichaltrige deutsche Kinder fanden, mit denen sie am Strand ausgiebig spielen konnte.

15. August 2003 - Hovmantorp-Aurich

Warten auf die Fähre
Unser Urlaub ist fast vorbei, schweren Herzens packen wir nach dem Frühstück alles wieder in unser Wohnmobil ein und fahren nach Hause. Zurück nahmen wir die gleiche Strecke wie auf der Hintour, also die Route über die Öresundbrücke und die Vogelfluglinie von Rödby nach Puttgarden. Die Rückfahrt verlief ruhig, es war nicht allzu viel Verkehr unterwegs, so dass wir relativ entspannt wieder zu Hause ankamen.

Fazit:Es war wieder ein sehr schöner Sommerurlaub. Das nördliche Gotland hat uns sehr gut gefallen, so dass für uns feststeht: wir kommen noch einmal wieder. Dann steht sicher auch der südliche Teil der Insel auf dem Programm. Mal sehen, wie lange es diesmal dauert, bis Gotland uns wiedersieht.