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2005 - Dänemark / Norwegen

Das Ziel für unseren Urlaub war nach langen Jahren, in denen wir entweden in Schweden oder in Italien waren, wieder einmal Norwegen. Eigentlich wollten wir schon im vergangenen Jahr fahren, aber zu dem damaligen Zeitpunkt hat es dann nicht geklappt. Hier nun unser Bericht:

Von Deutschland nach Dänemark - 31.07.2005

Heute morgen sind wir um 8:15 h in Aurich gestartet. Unsere Fahrt führte uns über Oldenburg und Bremen bis zu unserem ersten Zwischenstopp auf einem Autobahn-Rastplatz in der Nähe von Sittensen. Dort machten wir ausgiebig Frühstück. Anschließend ging es über Hamburg (Elbtunnel) und Flensburg (1. Tankstopp) weiter nach Dänemark. Gleich hinter der Grenze rasteten wir erneut, um dann über Kolding und Frederica zum Campingplatz bei Trelde (Trelde Næs Camping) zu fahren. Dort kamen wir gegen 16.30 h an.
Wir haben uns noch ein wenig umgesehen. Den Rest des Tages haben wir dann aufgrund des Wetters im Wohnmobil verbracht, gelesen und auch Ligretto (ein Kartenspiel) gespielt.
Die Fahrt verlief ohne nennenswerte Probleme. Bis Schleswig war das Wetter trocken, sonnig als auch bewölkt, anschließend hatten wir Regen. Bei unserer Ankunft in Frederica kam wieder die Sonne zum Vorschein; eine Stunde später schüttete es erneut bis in die Nacht. 

Trelde Næs Camping - 01.08.2005

Am Ostseestrand bei Trelde Næs Camping
Heute haben wir uns einen gemütlichen Tag gegönnt. Nach dem Frühstück haben wir noch ein wenig ausgeruht, bevor wir in das auf dem Campingplatz gelegene Schwimmbad gegangen sind. Das Wasser war recht kalt (nur rd. 20 °C), dafür schien die Sonne. Besonders schön war die schnelle Wasserrutsche.

Nach dem Schwimmen haben wir zu Mittag gegessen, anschließend sind wir über den Campingplatz und den Ostseestrand gebummelt. Der Strand liegt an einer Steilküste, man kann dort sehr schön wandern (zum Baden war es uns (noch) zu kalt). Anschließend haben wir gefaulenzt, während Kristina den Spielplatz unsicher machte. Dann ging es noch eine zweite Runde ins Schwimmbad.

Nach dem Abendessen sind wir noch oben an der Steilküste entlang gewandert und haben dort den Ausblick sowie einen herrlichen Sonnenuntergang genossen. Nach einer weiteren Runde Ligretto war dann der Tag zu Ende.

Mit dem Wetter hatten wir heute Glück. Während es links und rechts von uns immer wieder nach Regengüssen aussah, konnten wir sehr viel Sonne genießen und mussten nur vor zwei kleineren Schauern die Flucht ergreifen.

Von Trelde Næs Camping nach Hirthals - 02.08.2005

Fischerboote im 
Hafen von Hirthals
Abfahrt: 12.00 h — Ankunft: 15.00 h
Heute haben wir nach einem gemütlichen Frühstück die restliche Strecke nach Hirthals zurückgelegt, da wir morgen Mittag nach Norwegen übersetzen wollen. Der Himmel war den größten Teil der Strecke bedeckt, erst kurz vor Hirthals riss der Himmel auf und verwöhnte uns mit Sonne. In Hirthals suchten wir zunächst einmal den Campingplatz auf. Dieser ist recht einfach, liegt aber sehr schön mit freiem Blick aufs Meer.
Nach unserer Ankunft und einer kleinen Zwischenmahlzeit ging es zunächst in das Zentrum von Hirthals. Dort gab es diverse Geschäfte und auch Restaurants; auch der Hafen mit den Fischerbooten war sehr interessant.
Am Abend sind wir noch zur Küste sowie den vorhandenen Dünen gelaufen. Sehr stark war die Dünenlandschaft noch von den Hinterlassenschaften der Deutschen aus dem II. Weltkrieg zu erkennen — riesige Bunkeranlagen.
Insgesamt ein angenehmer Tag (außer dem immer wehenden, recht kräftigem Wind, der aber hier oben üblich ist).

Von Hirthals nach Langesund - 03.08.2005

„Pride of Telemark“
Fähre von Hirthals nach Langesund
Leuchtturm an der 
Hafenzufahrt Langesund
Nach dem Frühstück ging es zunächst noch einmal nach Hirthals. Das Nordsjœcentret erwies sich als Museum und Aquarium, nicht als das von uns vermutete große Einkaufszentrum (Vielleicht sollte man vorher den Reiseführer studieren). Daher haben wir noch einmal einen Ausflug in das Zentrum von Hirthals gemacht, bevor wir zum Fähranleger gefahren sind.
Die Fähre hatte leider gut 1 1/2 Stunden Verspätung. Das Wetter wurde zusehends schlechter, als die Fähre anlegte, schüttete es wie aus Eimern.

Endlich ging es ohne Probleme an Bord. Nach dem „Einparken“ haben wir dann auf dem Sonnendeck die Abfahrt beobachtet — gut, dass es zu regnen aufgehört hatte. Vom Deck hatten wir einen sehr schönen Blick über Hirthals, bis es dann im Dunst entschwand.
Die 5-stündige Überfahrt verlief problemlos, wenn man vom anfänglichen Seegang einmal absah. Nach gut 4 1/2 Stunden kam Norwegen in Sicht. Rechtzeitig kam wieder die Sonne zum Vorschein, so dass wir in Norwegen noch mit Sonne begrüßt wurden. Gegen 20:30 h haben wir dann dass Schiff verlassen und den nächstbesten Campingplatz angesteuert. Dieser Platz (Fjellstad Gård Camping und Hyttecenter) liegt nur etwa 4 km von Langesund entfernt, ist aber recht einfach ausgestattet. (Keine Entsorgungsmöglichkeiten für Womo-Toiletten!). Nach dem Abendessen (lecker Tortellini) haben wir noch ein wenig unsere weitere Route geplant, bevor wir dann geschafft in unsere Kojen fielen.

Von Fjellstad Camping nach Gvarv (Telemark) - 04.08.2005

Schleusentreppe bei Vrångfoss
Nach einer geruhsamen Nacht wurden wir heute morgen gegen 9:00 h von strahlendem Sonnenschein geweckt. Das Wetter blieb den ganzen Tag unverändert schön, ein paar Wolken konnten dem Sommer nichts anhaben.

Nach dem Frühstück fuhren wir zunächst einmal nach Skien, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Da wir nicht lange dort blieben, nahmen wir nur wenige Eindrücke mit. Der Hafen war sehr schön gelegen, und auch die Auswahl an Geschäften war gut. Nach einem Kaffee ging es dann in Richtung Ulefoss und von dort zum Telemarkskanal an die Schleusenanlage in Vrångfoss. Wir konnten gerade noch einen der Telemarksdampfer entschwinden sehen, als wir die Schleusen erreichten.

Die Schleusentreppe ist beeindruckend. 17 Höhenmeter werden mittels 5 aufeinanderfolgende Schleusen überwunden. Selbst heute wird noch in Handarbeit geschleust. An der gesamten Anlage kann man entlang wandern. Im Schleusencafe kann man bei einer Tasse Kaffee den gesamten Schleusenvorgang gemütlich beobachten.

Anschließend ging es weiter zum Campingplatz bei Gvarv (Teksten Familiecamping / Barnas Camping). Die Anlage befindet sich am Ufer des Flusses Bø. Wir haben einen sehr schönen Platz direkt am Ufer gefunden. Neben der Lage zeichnet sich der Platz durch viele Spielmöglichkeiten für Kinder sowie Bademöglichkeiten im Fluss Bø aus.

Teksten Familiecamping / Barnas Camping - 05.08.2005

Teksten Familiecamping
Heute haben wir uns einen Tag zum Ausruhen gegönnt. Das Wetter war herrlich, so dass wir diesen Tag auch ausgibt zum Bad im Fluss Bø ausnutzen konnten. Aber es dauerte ein wenig, bis wir uns in das doch zunächst recht kalte Wasser trauten - durch die Schwimmbäder zuvor waren wir schon ein wenig verwöhnt. Besonders viel Spass hatten wir mit einem Seil, an dem wir uns auf den Fluss hinausschwingen konnten - das Seil losgelassen uns mit einem großen "Platsch" fielen wir ins Wasser.

Da wir einige Lebensmittel benötigten, fuhren wir anschließend mit unseren Fahrrädern in den Ort Gvarv. Bis auf ein paar kleine Geschäfte und ein paar doch recht hübsche Häuser war dort weiter nichts Erwähnenswertes zu finden.

Am Nachmittag ging es dann noch mit unserer Tochter auf den Spielplatz. Dort gab es eine größere Spielscheune sowie eine lange Wasserrutsche. Da es aber wieder frisch wurde, haben wir uns den Spass mit der Rutsche nicht gegönnt.

Von Gvarv nach Dalen - 06.08.2005

Schleuse am Telemark-Kanal
Abfahrt: 11.00 h — Ankunft: 19.00 h
Nach dem Frühstück fuhren wir noch einmal zum Telemarkskanal zur Schleuse nach Vrangfoss. Dort konnten wir dann die Schleusung der Dampfer, die auf dem Kanal verkehren, miterleben. Mit unseren Rädern haben wir dann einen Teilstrecke am Kanal entlang radeln wollen. Die Route führte uns jedoch etwas landeinwärts oberhalb des Kanals. Die Strecke war dann auch mit einer guten Steigung verbunden. Da dass Wetter auch immer schlechter wurde (es begann zu regnen) haben wir unsere Tour nach 5 km abgebrochen und sind zurück zum Wohnmobil gefahren.

Nach einer Stärkung im Cafe an der Schleusenanlage sind wir anschließend über Bø nach Dalen gefahren. Den größten Teil der Strecke regnete es. Kurz vor Dalen haben wir dann noch an der Stabkirche in Eidsvoll angehalten und diese von außen (bei Nieselregen) besichtigt. Da das Wetter nicht mitspielte, sind wir nach einem kurzen Gang um die Kirche weiter nach Dalen gefahren. Wie zur Versöhnung empfing uns dann an dem Campingplatz (Buøy Camping) noch kurz die Sonne, bevor sie hinter dem Horizont verschwand. Wir stärkten uns noch mit Abendessen, bevor wir noch in der Dämmerung eine Bibersafari unternahmen und direkt in der Nähe des Campingplatzes Biber beobachten konnten.

Dalen (Buøy Camping) - 07.08.2005

Hotel Dalen
Das Wetter war heute etwas besser, und so machten wir zunächst einen kleinen Spaziergang durch Dalen, um den Ort ein wenig kennen zu lernen. Aufgrund des Sonntages hatten die Geschäfte geschlossen, so dass der Ort recht "verschlafen" wirkte. Unser Weg führte uns zunächst einmal zum bekannten "Dalen-Hotel", welches ursprünglich für die Kanalreisenden als Herberge errichtet wurde. Der Bau ist heute noch imposant. besonders fallen einem die vielen Drachenköpfe, die das Dach zieren, ins Auge.

Am Nachmittag haben wir dann noch eine Fahrradtour unternommen. Es war sehr interessant, die Strecke lies sich im großen und ganzen besser fahren als die am Telemarkskanal, auch weil die Steigungen hier nicht so extrem waren. Unterwegs hatten wir noch ein paar tolle Ausblicke auf Dalen und den zu Dalen gehörigen See.

Abends ging es noch einmal auf Bibersafari. Dieses Mal hatten wir mehr Glück, ein Bibel schwamm nur knapp fünf Meter vor uns entlang.

Von Dalen zum Preikestolen - 08.08.2005

Heute stand die erste längere Tour (Fahrstrecke) in Norwegen an. Von Dalen hinüber bis zum Preikestolen in der Nähe von Stavanger. Gleich hinter Dalen ging es in einigen Serpentinen steil hinaus aufs Fjell. Dort begann es auch noch zu regnen, so dass wir einein Großteil der Strecke durchgefahren sind. Wir haben den Rv 45 (Sulescardvej) gewählt. Teilweise war diese Strecke gut ausgebaut, an anderen Stellen wiederum war die Strecke nur einspurig befahrbar. Etwa auf der Hälfte des Weges ließ der Regen nach, und wir konnten kurz vor Valle an einem Rastplatz eine erste Pause einlegen. Interessant war an der Stelle ein Badeplatz zwischen lauter rundgeschliffenen Felsen und Felsplatten. Uns war es zu kalt, aber andere badeten in dem Flußwasser. Anschließend ging es weiter, und wir konnten doch noch auf dem Fjell eine Rast einlegen. Gleich neben dem Parkplatz lagerten sich Schafe, die nur darauf warteten, von anderen die Essenvorräte zu „verspeisen“. Dir Strecke war sehr schön, und wir hielten auch das eine um das andere Mal kurz an, um die Landschaft genießen zu können. Schließlich kamen wir an unsere ersten „innernorwegischen“ Fähre an und setzten von Lauvik nach Oanes über (151 NKr). Bevor wir dann auf den nächsten Campingplatz fuhren, haben wir noch in Jørpeland in einem Lebensmittelmarkt einkaufen. Anschließend ließen wir uns auf dem „Preikestolen-Camping“ nieder, wo wir den Rest des Tages noch bei strahlendem Sonnenschein genießen konnten.

Preikestolen-Wanderung - 09.08.2005

Am Preikestolen
Preikestolen
Beim Aufstehen galt, nach unseren Erfahrungen der letzten Tage, unser erster Blick dem Wetter. Die Sonne schien, es begrüßte uns ein strahlend blauer Himmel. Also, schnell noch den Rucksack mit den Picknick-Sachen sowie Zusatzkleidung vorbereit, ein schnelles Frühstück und dann nichts wie los. Der Linienbus brachte uns vom Campingplatz zur Preikestolhytta, wo unsere Wanderung begann. Das Wetter spielte den ganzen Tag mit, und so war es auf der Wanderung sehr angenehm. Es war viel los (mehr als vor 11 Jahren), die Wege waren inzwischen auch besser ausgebaut worden. Unterwegs strömten immer wieder neue Eindrücke auf uns ein. Die Landschaft wurde, je weiter wir nach oben stiegen, immer karger und faszinierender.Nach einem kleinen Picknick auf halber Strecke ging es noch weiter hinauf. Schließlich umrundeten wir das Felsmassiv und vor uns lag die berühmte Felsenkanzel. Ein grandioser Anblick. Die Aussicht von der Kanzel war atemberaubend und manchmal auch beklemmend. Immer wieder fragten wir uns, warum eigentlich so wenig passiert - ohne Zäune und Gitter.

Der Rückweg führte uns über die Alternativroute zunächst oberhalb des Felsplateus entlang. Auch von oben bietet der Preikestolen noch eine gewaltige Ansicht. Über freie Fläche führt uns dann die Alternativroute wieder zurück, bis sich beide Routen wieder vereinigten.

Blick vom Preikestolen in Richtung Stavanger
Auf dem Rückweg legte Kristina noch ein Tempo vor, dass wir uns ranhalten mussten, um mit ihr mitzukommen. Dadurch hatten wir Glück, denn gleich, nachdem wir unten angekommen waren, brachte uns der Bus wieder zum Campingplatz. Kristina hat die Tour sehr gut gefallen, und nach rund sieben Stunden unterwegs waren wir froh, uns für den Rest des Tages ausruhen zu dürfen. — Nicht ganz, Kristina forderte uns noch ein paar Runden im Kubb-Spiel heraus. Aber anschließend sanken wir erschöpft in die Federn.

Vom Preikestolen nach Røldal - 10.08.2005

Altarraum der Gamla Kyrkje Årdal
Abfahrt: 13.00 h —Ankunft: 18.30 h
Das Wetter schien heute morgen nicht so schön zu werden, und so beschlossen wir, weiterzuziehen. Nach einem kurzem Bummel in Jørpeland fuhren wir über die RV 13 (Ryfylkevegen) bis nach Røldal. Hinter Jørpeland besuchten wir zunächst eine alte, im Renaiccance-Stil erbaute Holzkirche in Årdal. Die Kirche war im Inneren stark bemalt. Einiges Interessantes zu der Kirche hatte uns dann auch ein Pastor i.R., der hier für die Touristen seinen Dienst versah, zu erzählen.
 
Über die Fähre Hjelmeland - Nesvik (151 Nkr) ging es dann weiter. Ein Teil der Strecke führte uns an verschiedenen Fjordarmen vorbei. Immer wieder gab es tolle Aussichten zu genießen, doch an vielen Stellen ließ die Straße leider keinen Stopp zu. Gegen 18.30 h kamen wir dann in Røldal an. Kristina freundete sich gleich mit einem deutschen Mädchen an, dass mit ihren Eltern auch auf dem Campingplatz weilte. So hatten wir Eltern diesen Abend mehr oder weniger für uns. Allerdings ging es dadurch auch entsprechend spät zu Bett.

Røldal - 11.08.2005

Stabkirche in Røldal
Heute morgen ließen wir es gemütlich angehen. Nach dem Ausschlafen und einem gemütlichen Frühstück haben wir dann die Stabkirche in Røldal besichtigt. Die Kirche war etwa 1250 n. Chr. erstellt worden. Vom Äußeren her ist sie nicht unbedingt als solche zu erkennen, innen hat sie allerdings vieles von ihrer Ursprünglichkeit bewahrt. Das besondere in der Kirche ist ein ca. 700 Jahre altes Kruzifix, dem Heilskräfte nachgesagt wurden. Dementsprechend pilgerten die Leute von weit her zur Kirche, um von Krankheiten geheilt zu werden.

Danach ließen wir es ruhig angehen. Lesen und faulenzen war angesagt. Kristina spielt mit ihrer neuen Freundin Magdalena. Gemeinsam haben wir noch eine kleine Fahrradtour unternommen, bevor die Mädchen noch in einem kleinen Teich badeten. Anschließend bereiteten die beiden für die Familien ein gemeinsames Abendessen vor. Es gab Leckereien vom Grill. Anschließend haben wir Eltern noch lange zusammen gesessen, die Kinder haben gespielt, bis es dann Zeit wurde, ins Bett zu gehen. 

Røldal - 12.08.2005

Blick über Røldal
Da sich Kristina und Magdalena so gut verstanden, beschlossen wir, noch einen Tag länger in Røldal zu bleiben. Um etwas gemeinsam zu unternehmen, beschlossen wir eine Wanderung in das Austdal. Der erste Anstieg war sehr steil, aber dafür gab es herrliche Ausblicke über den Ort und den dazugehörigen See. Nachdem die Strecke flacher wurde, ging es an zwei Wasserfällen vorbei (leider lagen diese auf der anderen Seite des Tales) bis nach Austdalen, einer kleinen Wiesenfläche mit Tierhaltung. Dort machten wir Rast an einem kleinen Wildwasserbach und turnten auch ein wenig über die Felsen.

Anschließend ging es wieder auf dem gleichen Weg zurück. Unterwegs sammelten die Mädchen von den Blaubeeren, die massenhaft am Wegrand wuchsen. Daraus machten sie nach der Rückkehr dann „Marmelade“.

Nach dem Abendessen haben wir uns alle noch einmal zusammen gesetzt und miteinander geklönt. Die Kinder haben gespielt, bis es dann an der Zeit war, zu Bett zu gehen.

Von Røldal nach Kinsarvik - 13.08.2005

Latefoss
Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen von den neu gewonnenen Freunden. Die Adressen wurden noch einmal ausgetauscht, für uns ging es dann weiter in Richtung Norden. Über das Røldalfjell (bzw. per Tunnel darunter) ging es weiter. Unsere nächste Station bildete einer der bekanntesten Wasserfälle Norwegens, der Latefoss. Das Wasser rauscht in einer gewaltigen Lautstärke den Berg hinunter, um dann unter der Straße hindurch weiter bis nach Odda in den Fjord zu fließen. Anschließend fuhren wir nach Odda, einer Kleinstadt an der Südspitze des Sørfjordes. Leider hatten am heutigen Samstag die meisten Geschäfte nur bis 14.00 h geöffnet, so dass uns zum Einkaufsbummel nicht mehr viel Zeit blieb. Dennoch war es interessant, mal in das eine oder andere Geschäft zu schnuppern.

Nach dem Besuch in Odda ging es weiter. Einen kleinen Abstecher unternahmen wir noch nach Skjeddedal, wo eine Lorenbahn den Berg hinaufführt. Allein die Anreise war schon abenteuerlich. Die Straße war sehr schmal, bei Gegenverkehr musste zurückgesetzt werden. Die Aussichten allerdings entschädigten für die "Gurkerei". Leider war die Bahn (an diesem Tage?), die auf einer steilen Schienenstrecke den Berg hochgezogen wird, ausser Betrieb, so dass wir uns mit den Aussichten ”begnügen” mussten.

Die Strecke entlang des Sørfjordes war schön, aber auch sehr anstrengend, da es sich meisten um eine enge Strecke mit vielen uneinsehbaren Kurven handelte. In Kinsarvik haben wir dann gegen 17.30 h einen Campingplatz aufgesucht. Dieser ist im Gegensatz zu den anderen Plätzen sehr voll (lag es evtl. auch am Wochenende?). Ein kleiner Spaziergang durch den Ort rundete diesen Tag ab, den wir am Abend bei Sonnenschein gemütlich ausklingen ließen.

Von Kinsarvik nach Flåm - 14.08.2005

Blick von Gudvangen auf den Næroyfjord
Stabkirche Undredal am Næroyfjord
Abfahrt: 13.00 h —Ankunft: 18.30 h
Der Platz in Kinsarvik war sehr voll, und so entschieden wir uns, weiterzuziehen. Es sollte nach Flåm gehen, der Endstation der berühmten Flåmbahn. Zunächst einmal ging es mit der Fähre über den Eidsfjord. Als nächste Zwischenstation hatten wir uns Voss vorgenommen, da es aber Sonntag war, zog es viele Menschen an die Ufer des Vangsvatnet, wo man gut spazieren gehen kann. Kaum angekommen, landeten auf einer Wiese mehrere Fallschirmspringer bzw. Paraglider. Anschließend fuhren wir nach Gudvangen weiter. Gudvangen liegt am Ende des extrem schmalen und mit hohen Bergen umgebenen Næroyfjordes liegt. Der Ort ist sehr klein und scheint vor allem vom Tourismus zu leben (Souvenirshops und Cafes/Hotels). Hier legt auch eine der Fjordfähren an, und der Andrang ist bei Ankunft/Abgang der Fähre entsprechend groß.

Nach Gudvangen geht es durch zwei Tunnel fast bis nach Flåm weiter. Nach dem ersten langen Tunnel bogen wir an der einzigen Kreuzung auf dieser Strecke nach Undredal, einem kleinen Ort am Ufer des anderen Armes des Næroyfjordes, ab. Die Attraktion des Ortes ist die lt. Reiseführer kleinste Kirche, die in Form der Stabkirchen gebaut worden ist. Die Holzkirche stammt aus dem Jahre 1147 und ist im Inneren mit vielen Holzmalereien versehen. Undredal selbst ist ein malerischer und einsam gelegener Ort. Der Ort hat uns sehr gefallen, wie auch die Kirche. Nach einer Stärkung im Cafe direkt am Ufer des Fjordes ging es weiter nach Flåm, wo wir schließlich auf dem Campingplatz übernachteten. Der Platz war im Gegensatz zu Kinsarvik viel angenehmer, auch wenn es hier sehr viel Tourismus gab. Mit dem Rad fuhren wir noch einmal kurz in den Ort, bevor wir uns dann auf den nächsten Tag vorbereiten.

Flåm / Flåmbahn - 15.08.2005

Die "Century" in Flåm
davor eine der Fjordfähren
Die Flåmbahn in Bahnhof von Flåm
Heute morgen beim Aufstehen blicken wir erstaunt in den Hafen. Dort hatte ein großes Kreuzfahrtschiff festgemacht. Bei genauerem Hinsehen stellten wir fest, dass es eine "alte Bekannte" war - die Century, die von der Meyer-Werft in Papenburg hergestellt worden ist und deren Überführung auf dem Emsdeich wir selbst beobachtet hatten. Ein imposantes Bild, das Schiff überragte alle vorhandenen Gebäude. Allerdings, gegen die umgebenden Berge wirkte auch die Century noch wie ein Spielzeugschiff.

Da wir vorhatten, mit der Flambahn bis nach Myrdal zu fahren und von dort über den berühmten Rallarweg mit der Rad zurückzukehren, fuhren wir zeitig in den Hafen. Aufgrund des Kreuzfahrtschiffes waren jedoch alle Abfahrten bis zum frühen Nachmittag ausgebucht. Somit radelten wir noch ein wenig durch den Ort und besichtigten auch die kleine Kirche.

Nach der Mittagspause ging es dann endlich mit der Bahn nach Myrdal. Das Wetter wurde immer schlechter, was uns aber nicht abhielt, die Räder mitzunehmen. Die Hagrt war schon besonders Die Bahn schlich in rund 55 Minuten über 20 km in das 865 m höher gelegene Myrdal. Die Strecke ist faszinierend, auch wenn es im interessantesten Stück durch viele Tunnel ging. Oben angekommen, wurden wir mit Nieselregen begrüßt.

Nach einer Kaffeepause nahmen wir dann den Rallarweg in Angriff. Über die ersten 3,5 km ging es in 21 Kehren stark bergab. Der Weg war mit extrem grobem Schotter versehen, der zudem noch durch den andauernden Nieselregen recht feucht war, so dass uns das Fahren als zu gefährlich erschien und wir lieber unser Fahrräder hinunterschoben. Nachdem wir am Ende des Schotterweges angekommen waren, konnten wir uns auf unsere Räder schwingen und die restlichen Kilometer in Richtung Flåm bei einer leicht abschüssigen Strecke gut zurücklegen. An einer Straßenkreuzung sind wir dann noch einmal der Bahn begegnet, die dort gerade aus einem Tunnel herauskam. 

Da es einfach nicht aufhören wollte zu nieseln, waren wir froh, als wir an unserem Wohnmobil angekommen sind und erst einmal trockene Kleidung anziehen konnten.

Von Flåm über Laerdal nach Gol - 16.08.2006

Stabkirche von Borgund
Heute sollte es langsam wieder in Richtung "Heimat" gehen, unser Urlaub neigte sich doch befrohlich dem Ende zu. Doch zuvor ging es noch ein wenig in nordöstlicher Richtung weiter. Denn kurz hinter Flåm genauer gesagt bei Aurland begann der mit einer Länge von rd. 24,5 Kilometern z. Zt. längste Strassentunnel der Welt, der Lærdalstunnel. Da musste der Papa auch unbedingt einmal durchfahren. Im Tunnel gab es jeweils nach einem Viertel der Strecke ein hallenartiges Gewölbe, welches in unterschiedlichen Farben beleuchtet war.

Am Ende des Tunnels angekommen, ging es weiter nach Lærdal. Das Norwegische Wildlachscenter wartete auf uns. Hier konnten wir viel über den Lebenslauf und die Lebensumgebung der Lachse erfahren. Im Restaurant gab es es auch verschiedene Lachsgerichte - da aber direkt vor uns eine ganze Busgesellschaft eingetroffen war, hätten wir doch lange auf unser Essen warten müssen. So ging es eben ohne eine Lachsmahlzeit weiter.

Zunächst wollten wir noch die bekannte Stabkirche in Borgund besuchen. Gegenüber der Kirche hat man jetzt ein Besucherzentrum eröffnet, welches über die Kirche und die gefundenen "Schätze" informiert. Die Stabkirche selbst ist bis auf wenige Gegenstände leer.Im Inneren ist sie aufgrund der nur wenigen Öffnungen sehr dunkel, man bracht eine kurze Zeit, um sich daran zu gewöhnen und dann auch Details zu erkennen. In der Kirche konnten wir sie Bauweise sehr gut nachverfolgen.

Anschließend fuhren wir nach Gol. Dort trafen wir am späteren Nachmittag ein und ließen den Tag gemütlich zu Ende gehen.

Gol 17.08.2006

In Gol legten wir nach den letzten anstrengenden Tagen noch eine letzte Pause ein. Wir nutzten die Möglichkeit, noch einmal im Pool zu baden und auch durch die Stadt zu bummeln. Sehenswert ist in Gol sicher auch die dortige Stabkirche, allerdings liegt diese in einem Park, in den man Eintritt zahlen muss. Daher haben wir auf eine Besichtigung verzichtet.

Von Gol nach Langesund - 18.08.2006

Vassfaret Bjørnepark
Am Morgen sind wir in Gol gestartet. Unterwegs machten wir noch einmal Station im "Vassfaret Bjørnepark", einem Tierpark, in dem in großen Gehegen mehrere Braunbären zu Hause sind. Zunächst kommt man nach dem Eingang an mehreren kleineren Freigehegen vorbei, dem einheimisches Rotwild sowie weitere Tiere wie Wildschweine und Ziegen lebten. Im ersten Vorbeigehen am Bärengehege konnten wir keine Bären sehen, diese hatten sich wohl etwas zurückgezogen. Bevor wir weitergingen, gab es noch ein Elchgehege. Dort war "leider" nur eine Elchdame zuhause, die Herren der Schöpfung wollten sich wohl nicht blicken lassen. Da der Bärenpark in hügeligem Gelände liegt, mussten wir nun ein Stück nach oben klettern. Und dort fanden wir dann auch gleich mehrere Bären. Diese spielten und rauften gerade miteinander, dass es eine Wonne war. Dann liefen die Tiere weiter. Plötzlich klettere ein Bär auf einen Baum. Schnell war die Baumkrone erreicht, nur durch die Bewegung der Äste konnten wir noch erkennen, dass da oben was im Gange war. Nach einiger Zeit kletterte der Bär wieder hinunter, genauso schnell, wie er raufgeklettert war. Den Rest des Rundganges konnten wie dann die Bären, die in ihrem Gehege weiterzogen, begleiten.

Nachdem wir im Park noch eine Lunchpause eingelegt hatten, fuhren wir weiter Richtung Süden. Da wir in der Nähe von Oslo und Drammen vorbeikamen, nutzten wir die Gelegenheit, einmal in Drammen durch den spiralförmigen Tunnel auf die Aussichtfläche zu fahren. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, mit dem Wohnmobil nur im Kreis zu fahren. Oben belohnte uns noch ein schöner Sonnenuntergang. Nach dem Abendessen ging es dann durch den Tunnel zurück und anschließend weiter bis nach Langesund, wo wir dann vor dem Fährgebäude nächtigten. Allerdings war es nicht besonders angenehm, vielleicht hätten wir doch noch durch den Ort fahren sollen, um dann an einer anderen Stelle ruhiger übernachten zu können.

Von Langesund über Hirthals nach Dänemark - 19.08.2006

"Christian Radtke" 
im Hafen von Langesund
Løkken Klit Camping
Heute morgen sollte es zeitig auf die Fähre gehen. Doch leider hatte die Fähre, wie bei der Hintour, gut 1 1/2 Stunden Verspätung. Die Überfahrt verlief bei diesmal besserem Wetter ruhig. In Hirthals angekommen, erwartete uns bei frischen Wind wieder herrlichstes Sommerwetter, so dass wir kurzfristig beschlossen, schnell einen Campingplatz aufzusuchen und dort unserer letzten Urlaubstag ausklingen zu lassen. Mit "Løkken Klit Camping" haben wir dann noch einen Platz zum Baden und Relaxen gefunden. Das Bad wurde aufgesucht.

Dort waren dann zwei Wasserrutschten, die wir an anderen Orten noch nicht gesehen hatten. Auf der einen konnten wir mit 4 Personen nebeneinander rutschen, die andere Rutsche führte durch eine Röhre auf eine Art "Sprungtuch" - genial. (siehe auch Foto) Bei lecker Gegrilltem klang dann unser Tag aus.

Von Dänemark nach Aurich - 20.08.2006

Heute sollte es endgültig nach Hause gehen. Doch zuvor nutzten wir noch einmal die Chance, im Pool mit den genialen Wasserrutschen zu baden. Gegen Mittag fuhren wir dann schließlich los. Die weitere Fahrt verlief dann ziemlich unsprektakulär, bevor wir am späten Abend wieder zu Hause eintrafen.

Unser Fazit: es war sehr schön, wieder einmal in Norwegen gewesen zu sein. Wir haben viele Eindrücke mitgenommen. Am nachhaltigsten ist für uns die Wanderung auf den Preikestolen geblieben - diese war einfach genial. Was wir - im Gegensatz zu früheren Jahren - auch festgestellt haben: weniger ist mehr - wir sind weniger gefahren und haben mehr zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad gemacht, ohne dass wir nun sagen können, wir haben weniger gesehen bzw. "mitgenommen". So steht für uns auch fest, dass wir in den nächsten Jahren sicher noch einmal wiederkommen werden - wie es denn unsere Zeit erlaubt.