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Tag 2: Freitag vor dem Rennen

Überholmanöver im 
Porsche-Pirelli-Supercup
Am nächsten Morgen gingen wir nach dem Frühstück zu unserer Tribüne. Da der Tag mit dem Porsche-Pirelli-Supercup Training begann, fand sich hier nur ein kleines Häuflein Interessierter. (Ob die anderen wohl noch ihren Rausch ausschliefen?) Aufgrund der Lage konnten wir auf unserer Tribüne sehr dicht an die Rennstrecke heran, so daß wir dort recht viel mitbekamen. Nach dem Training war eine längere Pause, die wir dann zu einem kleinen Ausflug in den Ort "Nürburg" ausnutzten. Überall gab es "Fanartikel" zu kaufen - je weiter weg von Ort und Zeit des Geschehens, umso "günstiger" waren die Artikel.
Michael Schumacher 
im freien Training


Nach dem Ausflug fanden wir uns rechtzeitig zum Formel 1 Training wieder ein. Inzwischen war unsere Tribüne auch deutlich besser gefüllt. Der Motorenlärm sowie die Geschwindigkeit, mit der Schumacher & Co. an uns vorbeirauschten, waren einfach faszinierend. Im Fernsehen kommt das lange nicht so rüber. Und die Farben der Fahrzeuge waren auch deutlich krasser, agressiver als auch Film oder Foto darzustellen ist. Es gab ein großes Hallo (Fanfarenklänge sowie Fahnenschwenken), als uns die Fahrzeuge das erste Mal passierten. Je nach Rundenzeiten vorrangig von Michael Schumacher stieg die Geräuschkulisse dann wieder an und ab. 

Abtransport von "Jos de Boss" 
nach dem Training
Spektakuläre Situationen waren nicht zu erwarten, da es sich bei den heutigen Läufen um reine Trainingsläufe - zum Kennenlernen der Strecke sowie zum Finden der optimalen Einstellungen handelte. Trotzdem gab es einige Ausfälle. Irgendwo unterwegs blieb David Coulthard liegen, und direkt vor unserer Nase durfte Ralf Schumacher nach einem Defekt seinen Wagen verlassen.

 Überholmanöver in der Formel 3000
Nach dem Formel 1-Training kamen die die Nachwuchssportler - Formel 3000. Der Unterschied zwischen den Fahrzeugklassen war schon zu erkennen - die Formel 3000 ist nur geringfügig langsamer, aber deutlich leiser. Aber es war mehr los auf der Rennstrecke - jetzt kämpften statt 22 Fahrzeugen 32 Fahrzeuge um eine optimale Plazierung zum Start. Da die Fahrzeuge leistungsmäßig gleich sind, gibt es hier deutlich mehr Positionskämpfe als bereits in den Trainings der Formel 1. Und Biß haben diese Fahrer auch - es wurde kein Zentimeter verschenkt.

 Porsche Pirelli Supercup
Nach dem Trainingslauf der Formel 3000 wurden die anderen Tribünen geöffnet, die Kontrolleure waren (zumindest in unserem Bereich) abgezogen, also nahmen wir die Möglichkeit wahr, die letzten beiden Trainingsläufe von der benachbarten Sitzplatztribüne zu beobachten. Von hier aus war der Überblick über den Streckenbereich deutlich besser, allerdings waren wir aber auch weiter weg vom Geschehen. Es folgten noch einmal Trainingslüfe im Porsche Pirelli Supercupp sowie in der BMW ADAC Formel Meisterschaft. Bei dem Porsche-Cup gab es keine bewegenden Veränderungen.

BMW ADAC Formel Meisterschaft

Auch die Fahrer der BMW ADAC Formel Meisterschaft (die Youngsters in Rennwagen) gingen richtig zur Sache. Am Veedol-S ließ sich dann gut erkennen, wer sein Fahrzeug und dessen Fahrverhalten bereits richtig einschätzen konnte - der Rest durfte dann über den "Notausgang" (oder das Kiesbett) weiterfahren. Auch hier wieder deutlich mehr Fahrzeuge als in der Formel 1 auf der Strecke. Da die Fahrzeuge der Formel-Meisterschaft deutlich langsamer und kleiner waren als die davor über die Strecke jagenden Fahrzeuge, war die Faszination dieses Rennens (und das Interesse daran) natürlich entsprechend geringer.

 Nach den Läufen nahmen wir die Chance wahr, einen rückwärtigen Blick noch in das Fahrerlager zu werfen. Die "Camps" der Mechaniker und Offiziellen waren gewaltig groß, teilweise ließen sich die Spezialfahrzeuge zu dreigeschossigen "Hochhäusern" ausfahren. Wir betrachteten hier die verschiedenen Behausungen der einzelnen Teams, als mich plötzlich mein Freund anstieß: "Da vorne läuft Bernie (Ecclestone)". Ich konnte ihn gerade noch mit einem Blick erhaschen, bevor er wieder zwischen den Fahrzeugen verschwand.

Fahrerlager des Williams-BMW-Teams
Anschließend gingen wir dann wieder zu unserem Quartier und machten uns ein deftiges Abendessen. Da der Abend aber noch lang war, beschlossen wir, einmal um die halbe Rennstrecke (außerhalb des Stadions) zu marschieren. Schon nach den ersten Schritten sahen wir erstaunt, was für eine Masse an Campern und F1-Interessierten sich noch hier herumtrieb. Gegenüber der Haupttribüne gab es auch eine Austellung der einzelnen Rennställe - leider ließen sich am Abend nur noch wenige Fahrzeuge bewundern, die Ausstellung war bereits geschlossen. Dennoch wanderten auch hier noch viele Besucher umher. In der angrenzenden Kart-Halle fuhren dann die "Möchtegern-Schumi's" mit den Karts um ihre eigene Bestzeit. Auch im Ort Nürburg, den wir auf diesem Weg wieder passierten, war noch einiges auf den Beinen. Nachdem wir dann auch dort alles besichtigt hatten, gingen wir zu unserem Quartier zurück und legten uns dann auch zeitig schlafen.