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Tag 1: Anreise

Wir starteten bereits einen Tag vor den ersten Trainingsläufen (donnerstags) morgens in der Frühe aus Aurich in Richtung Nürburgring. Vor uns lagen rund 450 Kilometer. Unseren ersten Boxenstop legten wir mit Kaffee und Brötchen nach rund 1/3 der Strecke ein. Leider wurde dann aus dem planmäßigen Stop ein unplanmäßiger - durch einen Defekt an der Lichtmaschinen-Aufhängung hatten wir keine Stromversorgung mehr. Der ADAC ließ sich in dieser recht wenig befahrenen Ecke der A 31 (die A31 war noch nicht fertiggestellt) auch etwas Zeit, so daß aus der geplanten halben Stunde mit einem weiteren Boxenstopp in einer Reparaturwerkstatt die Fahrt mit gut 3 Stunden Verspätung fortgesetzt werden konnte. ["Formel-1 Feeling pur" ;-)] Bis zum Ring traten anschließend keine fahrzeugbedingten Probleme mehr auf.


Unser Campingplatz
Am späten Nachmittag trafen wir dann am Nürburgring ein. Vor uns nur ein paar Fahrzeuge, so daß wir hinsichtlich eines Übernachtungsplatzes noch guter Dinge waren. Nach einer kurzen Orientierung am Streckenplan fanden wir denn auch gleich einen Parkplatz - fast direkt gegenüber dem Eingangstor zu unserer Tribüne. (Als Hinweis: Die Parkplätze am Nürburgring werden bei Großveranstaltungen wie Autorennen, dem Rock am Ring-Festival u.ä. zu Bedarfscampingplätzen umgestaltet - daher war Camping auf diesen Plätzen kein Problem.) Als wir dann einen Blick auf den Parkplatz warfen, überkam uns ein erster Schrecken - der Platz war "relativ" voll (relativ, da viele freie Bereiche bereits von einigen für noch zu erwartende Kameraden freigesperrt worden sind). Dennoch, wir standen und wir hatten einen Parkplatz.

Blick vom Camping in Richtung
Rennstrecke/Stadion
Als wir dann ausstiegen, erwartete uns ein "Schock". Von allen Seiten dröhnte uns laute Musik entgegen - teilweise hatten die Besucher wohl komplette Diskotheken mitgebracht. Als Hit des Wochenendes erwies sich übrigens der "Anton aus Tirol" - mindestens 1 mal je Viertelstunde aus unterschiedlichen Richtungen zu vernehmen. Wenn die Musik dann mal Pause machte, dröhnten die Stromgeneratoren, die dafür gebraucht wurden, um die Wette. (Es besserte sich dann jeweils spät in der Nacht.) Und überall hingen Rauchschwaden in der Luft - wenn nicht gegrillt wurde, gab es viele Lagerfeuer um uns herum. Von unserem Nachbarn - einem "Profi" in Sachen Formel 1-Camping - wurden wir dann noch am Abend über die Verhältnisse aufgeklärt - vielen wirkte auf uns "Formel 1-Neulinge" befremdlich und abschreckend. Aber das war nur der erste Schein. Nach ein paar (mehr) Bierchen kochten wir uns erst einmal ein Abendessen, um anschließend unseren "Campingplatz" einmal näher in Augenschein zu nehmen. Ein Fahnenmeer wehte über dem Platz - es war schon ein faszinierender Anblick. Nach ein paar weiteren Bierchen legten wir uns dann schlafen - die Musik störte uns nicht weiter nach dem langen Tag.